Mit Hilfe von Thot
machte Re sie betrunken und
verwandelte sie in die Göttin
Hathor, die nun über die Schönheit,
den Frieden, die Liebe und
die Kunstwachen sollte. Hathor
beugte sich über den weinenden
Horus, ihrem späteren Gemahl,
benetzte seine Augen mit
Gazellenmilch und gab ihm mit
Hilfe von Zauberkraft sein Augenlicht
wieder.
Da aus dem Duell zwischen Seth
und Horus immer noch kein
eindeutiger Gewinner hervorgegangen
war und beide ihre
Kriege weiterführten, befürchtete
der alternde Re langsam
das Ende der Welt. Er wollte der
Zerstörung des Erdreiches und
der Menschen ein Ende setzen
und mahnte den Krieg zu beenden.
Er rief all seine Götter
zusammen und beriet mit ihnen
die Wahl von einem der beiden
Kämpfer zum Pharao über
Ägypten.
Die Götter konnten sich nicht
einigen und baten Neith, die
Göttin der Weisheit, um eine
Entscheidung. Sie wählte Horus.
Da Seth mit dieser Wahl nicht
einverstanden war führte er den
Krieg weiter. Schließlich bat
man Osiris um Hilfe, der den
anderen Göttern grollte, da sie
dem Gemetzel tatenlos zugesehen
hatten. Er verlangte, die
Entscheidung Neiths zu akzeptieren.
Um einen Ausgleich zu
schaffen, empfahl er die Teilung
des Reiches. Seth sollte fortan über das „Rote Reich“, dem lebensfeindlichen
Wüstenland
von Ägypten herrschen und
Horus bekam das „Schwarze
Reich“, den fruchtbaren und
reichen Teil des Landes.
Alle Grundlagen dieser Mythologie
sind eine Verschmelzung
frühester mündlicher Erzählungen,
zusammen mit späteren
schriftlichen Überlieferungen,
die immer die Färbung des jeweils
herrschenden Pharaos
und dessen Gottgläubigkeit hatten.
Je nachdem welcher Tempel
in welcher Stadt als Schwerpunkt
galt. Insgesamt reichen
die Aufzeichnungen der ägyptischen
Kultur über 3000 Jahre
zurück. Sollte in dieser Zeit der
eine oder andere Gott mal einen
anderen Namen erhalten
haben, so bleibt doch der Grundriss
einer vielfältigen Götterwelt
mit all ihren menschlichen
Stärken und Schwächen erhalten.
Autor & Copyright © Uta Dittrich, Spart-Bares GbR
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