Daraufhin wandten sich die Götter
von Horus ab und er kämpfte
von da an einen einsamen
Krieg gegen Seth, allerdings auf
Kosten der Menschen, die als
Heer und Kampftruppen dienten.
Nach einem jahrelangen,
nicht enden wollenden Krieg
verfiel das Land, Verwüstungen
machten sich durch Fehlernten
und Zerstörung der Kultur bemerkbar.
Horus holte zu einer
letzten großen Schlacht gegen
Seth aus. Er hatte Krieger mit
besonders starken Waffen ausgerüstet
und richtete eine verheerende
Verwüstung und ein
Blutbad unter Seths Männern
an. Doch die Schlacht blieb unentschieden.
Da bisher hauptsächlich
Menschen den Kampf
gegeneinander antraten, diese
aber zum größten Teil von Horus’
Kampftruppen niedergemetzelt
waren, trat Seth im Duell
mit Horus zusammen. Seth
verlor das Duellund damit auch
die Herrschaft über Nubien.
Beherrscht von Hass und Grausamkeit
suchte der geschlagene
Seth Horus in der Wüste und
fand ihn schlafend in einer Oase.
Er riss ihm beide Augen heraus,
wobei eines für die Sonne
galt, das andere für den Mond,
vergrub diese in den Bergen und
wähnte seinen Rivalen nun endgültig
besiegt. Aus den begrabenen
Augen, so heißt es, wuchsen
Lotusblüten heraus, denen
es zu verdanken ist, dass Sonne
und Mond ihren Kreislauf
weiterhin führen durften.
Horus wurde von Hathor gefunden.
Von Hathor heißt es,
sie sei aus den Augen des Re direkt
entstanden, als er in eine
Lotusblüte blickte und seine
Tränenflüssigkeit in die Blume
tropfte. Allerdings hieß Hathor
zum Zeitpunkt ihrer Erschaffung
noch Sachmet und wurde
von Re ausgesandt, die Menschen
von ihren bösen Tatenabzuhalten.
Doch Sachmet verfiel
in einen Blutrausch und tötete
selber, als sie Menschen davor
bewahren sollte, sich weiter
dem Kampf von Seth und Horus
hinzugeben.
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