Thot schloss mit Re eine Wette
ab. Bei einem Brettspiel spielte
er um den siebzigsten Teil seines
Mondlichts und gewann. Re
erkannte die Bedeutung dieses
klug formulierten Wetteinsatzes
nicht und musste geschlagen
zusehen, wie dem Jahr mit
360 Tagen fünf weitere hinzugefügt
wurden. Dieser Umstand
verhalf Nut zu fünf Kindern:
Am ersten Tag brachte sie Osiris,
den Gott der Fruchtbarkeit
und späteren Gott des Totenreichs,
sowie der Wiedergeburt
zur Welt. Am zweiten Tag wurde
Haroeris geboren, auch „Horus
der Ältere“ genannt, der Gott
des Tages, dessen Augen die Sonne
und der Mond sind. Von Osiris
und Haroeris wird behauptet,
dass sie die Kinder von Re
sind. Am dritten Tage gebar Nut
unter Schmerzen und widrigen
Umständen Seth, den Gott des
Kampfes und des Bösen. Am
vierten Tag wurde Isis, die Göttin
der Liebe, der Mutterschaft
und der Zauberreiche geboren.
Ihr Vater sei Thot. Der fünfte
Tag brachte Nephthys hervor,
die Göttin der Frauen und des
Hauses. Seth und Nephthys sollten
Kinder des Geb sein.
Es wurde behauptet, dass Osiris
schon im Mutterleib in Isis
verliebt war und dass Haroeris
das Produkt einer vorgeburtlichen
Zeugung war. Die Liebe
des Osiris zu Isis überdauerte
auch die Geburt und er nahm
seine Schwester zur Gemahlin.
Als Einheit schufen sie in Ägypten
das sogenannte „Goldene
Zeitalter“. Osiriswar gütig und
verhalf den Menschen zu Wohlstand
und handwerklichen
Künsten. Er lehrte sie den Ackerbau
und den Sinn für Schönheit
und Kunst.
Sowohl Isis als
auch Osiris wurden als schöne,
zärtliche und kluge Götter verehrt.
Isis galt zudem als große
Erfinderin, die den Austausch
und Handel mit fremden Herrschern
förderte.
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Seth, der Gott des Kampfes und des Bösen
